Festgeld besser als Sparbuch
Langfristig Kapital aufzubauen, ist angesichts der demographischen Entwicklung in der Bundesrepublik eine Notwendigkeit, soll Altersarmut verhindert werden. Von der gesetzlichen Rentenversicherung kann eine ausreichende Deckung des Lebensstandards nicht mehr erwartet werden. Welche Möglichkeiten haben Anleger, die auf lange Sicht sparen möchten, dabei aber nicht die Risiken in Kauf zu nehmen bereit sind, die Investments in Aktien nach sich ziehen?
Der festverzinsliche Anlagesektor bietet vielfältige Möglichkeiten. Eine davon ist Festgeld. Bei dieser Konstruktion vereinbart der Anleger mit einer Bank seiner Wahl, dass er für einen bestimmten Zeitraum keinerlei Verfügungen über sein Kapital vornehmen wird. Zu diesem Zweck wird dann ein gewünschter Anlagebetrag auf ein so genanntes Festgeldkonto gebucht, dass keinen Zugriff erlaubt. Dieser temporäre Verzicht auf die Einlagen wird dem Anleger in Form eines attraktiven Zinssatzes vergütet. In der aktuellen Marktsituation können leicht über vier Prozent realisiert werden, vorausgesetzt, die Anlagedauer beträgt mindestens ein Jahr. Generell kann nahezu beliebig lange angelegt werden, wobei die meisten Agreements dieser Art mit einer Laufzeit zwischen einem Monat und zwei bis sechs Jahren ausgestattet sind.
Die Renditen fallen in jedem Fall günstiger aus als bei der Anlage auf einem klassischen Sparbuch. Es ist wichtig, dass Anleger bei der Kalkulation ihrer Erträge die Inflation mit einbeziehen. Nicht nur Steuern mindern die Erträge aus Kapitalanlagen, sondern auch die Geldentwertung. Daher ist es für die Erreichung langfristiger Ziele unumgänglich, einen hohen Zinssatz dauerhaft zu realisieren. Festgeld ermöglicht dies auf eine sehr unkomplizierte Art und Weise. Bei dieser Form der Anlage ist keine Lektüre der Marktberichte erforderlich. Auch ist Festgeld hinsichtlich der Sicherheit kaum zu übertreffen. Während bei festverzinslichen Wertpapieren immer ein Emittentenrisiko besteht, sind die Bankguthaben bei einem deutschen Kreditinstitut immer durch einen Fonds zur Einlagensicherung geschützt, der bei einer wirtschaftlichen Schieflage des Kreditinstituts einspringt und das Vermögend er Anleger schützt. Festgeld sollte also in keinem konservativ ausgerichteten Depot fehlen.