Die Vorteile von Tagesgeldkonten
Um die Vorteile oder die Nachteile von Tagesgeldkonten zu ergründen, sollte man erst einmal definieren, was ein Tagesgeldkonto überhaupt ist.
Ein Tagesgeldkonto ist eine Möglichkeit der Kapitalanlage – ähnlich wie ein Sparbuch. Man erhält auch eine Art Sparbuch dafür um eine Übersicht über sein angespartes Kapital zu haben. Das Tagesgeldkonto wird parallel zum Girokonto geführt. Man kann dort Kapital einzahlen, aber nicht direkt abheben – Summen, die man von diesem Konto benötigt, muss man also von dort auf sein normales Girokonto überweisen oder überweisen lassen und kann dann vom Girokonto aus darüber verfügen. Es sind nur Überweisungen auf das vorher festgelegte Konto möglich. EC-Karten und sonstigen Service gibt es für das Tagesgeldkonto nicht. Aber dafür kostet es keine Gebühren.
Nun stellt sich natürlich die Frage, warum man dann nicht einfach ein Sparbuch eröffnet?
Das Geheimnis ist im Zinssatz begründet. Für ein normales Sparbuch wird ein jährlicher Zinssatz von 0,5 Prozent fällig. Bei einem Tagesgeldkonto jedoch wird ein Zinssatz von mindestens 1,5 Prozent gezahlt. Dieser Zinssatz wird monatlich oder vierteljährlich dem Konto gutgeschrieben. Manche Hausbanken bieten sogar einen Zinssatz von 2 Prozent an.
Die Höhe des Zinssatzes ist oftmals abhängig von der Höhe des eingezahlten Kapitals und vom Zeitraum, in dem man das Geld auf dem Konto belässt. Das Tagesgeldkonto wird gebührenfrei geführt. Es unterliegt keinen Kündigungsfristen, man kann es täglich kündigen, wenn kein Bedarf mehr besteht. Auch kann man täglich über sein komplettes Kapital verfügen, und auch das steht im Gegensatz zum gewöhnlichen Sparbuch, denn bei einem Sparbuch ist der Betrag begrenzt, den man monatlich abheben kann – und es unterliegt meistens einer Kündigungsfrist von drei Monaten. Die Auflösung eines Sparbuches kostet dann auch noch Gebühren.
Bei Online-Banken kann man meist mit einem Tagesgeldkonto noch höhere Zinssätze erwirtschaften, denn diese zahlen je nach Höhe des angelegten Betrages einen Zinssatz von bis zu 6 Prozent. Sie können sich diese Konditionen leisten, denn bei einer Online-Bank entfallen Raumkosten, Personalkosten und Instandhaltungskosten, wie sie normale Filialbanken zu tragen haben, in hohem Maße, und diese Einsparungen werden in Form von besonders guten Konditionen, übrigens auch bei Krediten, an die Kunden weiter gegeben. In der heutigen Zeit wickeln die meisten Menschen ihre Geldgeschäfte ohnehin online ab und haben kaum noch Kontakt zu ihren Bankfilialen.
Nachteile für ein Tagesgeldkonto gibt es keine. Das Geld ist sicher angelegt, die Kapitalanlage unterliegt keinem Risiko, der Zinssatz ist verlockend. Über das Geld kann jederzeit frei verfügt werden. Einziger Nachteil, der nennenswert wäre, ist die Besteuerung von Zinseinnahmen, die man jedoch bei allen Arten von Kapitalanlagen hinnehmen muss. Zinserträge müssen mit 30 Prozent versteuert werden, allerdings erst ab einem bestimmten Betrag an Zinseinnahmen pro Jahr. Aus diesem Grund lohnt es sich durchaus, einen Freistellungsantrag zu stellen.